Foto von Katja Hammer

Anna-Christina Glock

Researcher und Data Scientist

Wie technische Geräte funktionieren, wollte Anna-Christina bereits als Kind wissen und entwickelte so ihr Interesse für die Informatik. Für sie ist MINT immer am Puls der Zeit und vor allem als Forscherin im Data Science Bereich lernt sie laufend dazu. Das ist es auch, was ihr an ihrem Beruf besonders gefällt – nie stehen zu bleiben und sich stets weiterzuentwickeln.

Für sie ist es wichtig, dass Digitalisierung und Medienkompetenz bereits im Kindesalter vermittelt werden, denn jede*r sollte ein gewisses Grundverständnis dafür haben.

Im Gespräch erzählt sie uns, wie der Arbeitsalltag einer Forscherin aussieht, an welchen Projekten und Themen sie arbeitet und welche Ziele sie in ihrer beruflichen Laufbahn anstrebt.

 

 

Ausbildung

Informations- und Kommunikationssysteme
Technikum Wien

Data Science and Engineering
FH OÖ, Campus Hagenberg

Beruf

Researcher und Data Scientist
bei SCCH

Hobbies

Nähen, Tanzen, Pen and Paper, Brett- und Kartenspiele,
PC-Games, Lesen, Kochen

MINT im Fokus

Was bedeutet MINT für dich?

MINT fasst für mich alle Gebiete in einem Begriff zusammen, die als mathematisch und kompliziert in der Schule gegolten haben und vor dessen Tests/Schularbeiten viele Angst hatten. Diese Gebiete sind in unserem modernen Leben aber sehr einflussreich, stecken voller neuer Erkenntnisse, sind interessant und vielseitig. Also, Angst ablegen und sich damit beschäftigen.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Ich habe mich mit 13 für eine Informatik-HTL und damit für MINT entschieden. Damals hatte ich Bedenken ob ich die HTL schaffe, da sie als schwer galt. Ich habe mich auch gefragt, ob mich Programmieren wirklich interressiert.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert?

Eine Herausforderung war der 45-Minuten lange Schulweg und das damit verbundene frühere Aufstehen 😉, mein Gymnasium war näher gewesen. Eine weitere Herausforderung war es, manchmal das einzige Mädchen in der Klasse/einer Freundesgruppe zu sein. Ich habe gelernt, damit umzugehen und es ist mit dem Alter auch leichter geworden.

Eine Herausforderung, mit der ich immer noch konfroniert bin, ist, dass ich mit einigen meiner Freunde nur sehr oberflächlich über meinen Beruf/Studium sprechen kann. Ich denke, dass aber jeder mit dieser Herausforderung konfrontiert ist. Denn in den meisten Bereichen (Studien aber auch Hobbies) gibt es einen gewissen Punkt, ab dem man sehr viel über ein Thema weiß und auch die Fachsprache kennt. Wenn man dann mit einem Außenstehenden darüber spricht, muss man aufpassen, dass man nicht zu viel Fachwissen voraussetzt und die Fachsprache nicht verwendet. Da sonst die Gefahr besteht, nicht verstanden zu werden.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Meine Familie hat mich bei meiner Entscheidung unterstützt. In meinem Freundeskreis gab es keine besondere Reaktion auf meine Entscheidung.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT-Bereich? 

Ich hatte keinen einen großen Aha-Moment. Aber das erste Taschenrechner-Programm in der HTL war schon was besonderes.

MINT und Frauen

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Weil Frauen eine neue Perspektive mitbringen und für die Entwicklung von Anwendungen, die viele Menschen benutzen sollen, ist es wichtig, dass man viele verschiedene Blickwinkel berücksichtigt. Auch bei der Lösung eines Problems kann es hilfreich sein, dieses aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

MINT-Themen können sehr interesant und spannend sein, machmal auch kompliziert, aber wenn man sich viel mit einem Thema beschäftigt, dann findet man überall komplizierte Dinge. Wenn MINT euch interessiert und Spaß macht, dann sucht euch eine passende Ausbildung/Kurs/Weiterbildung und macht diese. Ganz wichtig dabei, lasst euch nicht von eurem Umfeld einreden, dass das nichts für euch ist, nur weil ihr ein Mädchen/eine Frau seid.