Bioinformatiker*innen verbinden Biologie, Chemie und Pharmazie mit der Informatik. Sie analysieren biologische Daten wie Gen- und Proteinsequenzen oder 3D-Proteinstrukturen. Da die Biologie heute riesige Datenmengen produziert, können diese nur mit Hilfe von Bioinformatik ausgewertet werden. Immer wichtiger wird dabei künstliche Intelligenz: Das KI-Programm AlphaFold kann zum Beispiel die Struktur von Proteinen vorhersagen und wurde 2024 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.
Bioinformatiker*innen arbeiten vor allem am Computer, zum Beispiel im Büro, im Homeoffice oder an Forschungsinstituten. Je nach Stelle sind sie auch im Labor tätig oder reisen zu Konferenzen und internationalen Projektpartner*innen. Dabei arbeiten sie im Team mit Expert*innen aus Medizin, Biologie und Chemie zusammen.
Man kann Bioinformatik als eigenes Studium oder als Schwerpunkt in Informatik, Medizintechnik oder Biotechnologie studieren. Im Fokus stehen Informatik, Datenanalyse und Naturwissenschaften.
Gefragt sind Bioinformatiker*innen in Pharma-, Chemie- und Biotech-Unternehmen sowie in der Forschung, zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Medikamente. Auch Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen suchen sie für ihre IT-Abteilungen.