Hardware ist der physische Teil eines Computersystems oder eines Elektrogerätes, ohne den die Software, also die Programme und Apps, nicht laufen könnte. Hardware und Software sind eng verbunden und funktionieren nicht ohne einander. Hardwareentwicklerinnen designen, konstruieren und überarbeiten Geräte, Geräteteile oder elektronische Schaltungen. Sie sind in den verschiedensten Bereichen tätig und entwickeln Computer-Hardware und Elektronik für Konsumentinnen oder für industrielle Zwecke. In einer Solaranlage, in medizinischen Geräten, in großen Fertigungsanlagen, aber auch im Smartphone steckt die Arbeit von Hardwareentwicklerinnen. Immer wichtiger wird dabei Künstliche Intelligenz: Hardwareentwicklerinnen bringen KI direkt auf Geräte und Chips (Embedded AI), etwa in Sensoren, Roboter oder Wearables.
Hardwareentwicklerinnen arbeiten allein oder im Team an Lösungskonzepten für zuvor festgelegte Anforderungen. Ihre Kolleginnen sind Hardware- und Softwareentwicklerinnen sowie Expertinnen aus verschiedenen Branchen. Sie erstellen beispielsweise Schaltpläne von elektronischen Bauelementen und das Layout, also die Anordnung und Verdrahtung der Bauelemente. Dabei nutzen sie zunehmend digitale Simulationen und KI-gestützte Entwicklungstools.
Die Ausbildung zur Hardwareentwicklerin kann an einer HTL oder mit einem Bachelorstudium begonnen werden. Hardwareentwicklerinnen kommen aus der Informatik, der Elektronik oder spezialisieren sich aus einem verwandten MINT-Studium heraus. Danach gibt es verschiedene Spezialisierungen, beispielsweise Mikroprozessoren (Embedded Systems), Embedded AI, Robotik oder Sensorik. Viele Studien sind auch berufsbegleitend oder dual möglich.
Hardwareentwicklerinnen können in Projekten der Industrie oder der Forschung im Team oder als Freiberuflerin arbeiten. Sie können Projekte vom Prototyp bis zur Serienfertigung begleiten und die Qualitätskontrolle sowie als Projektleitung die Koordination übernehmen. Durch Trends wie Embedded AI, Elektromobilität und erneuerbare Energien sind ihre Kompetenzen besonders gefragt.