Drei Damen sitzen auf Stühlen und halten einen Vortrag vor einer Projektionsleinwand

Neues Wirtschaftsprogramm der Stadt Linz: Zukunft gestalten und Potenziale nutzen

Wie bleibt Linz als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig und innovativ? Mit dieser Frage beschäftigte sich das neue Wirtschaftsprogramm der Stadt Linz. Diese umfasst verschiedene Schwerpunkte – von industrieller Transformation und Innovation über die Förderung von Unternehmen bis hin zur Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften.

Am 14. September 2026 wurde das neue Wirtschaftsprogramm beim Launch-Event in der Tabakfabrik in Linz vorgestellt. Mehr als 100 Vertreter*innen aus Wirtschaft, Forschung und Politik folgten der Einladung von Bürgermeister Dietmar Prammer und Wirtschaftsstadtrat Thomas Gegenhuber. Nach der Präsentation der zentralen Leitlinien konnten sich die Teilnehmenden in verschiedenen Sessions und Diskussionsformaten näher mit einzelnen Themenfeldern auseinandersetzen. Neben dem Austausch über industrielle Entwicklungen, neue Technologien und Start-ups standen auch die Zukunft der Arbeitswelt und die Frage im Mittelpunkt, wie Linz vorhandene Potenziale besser nutzen kann.

Wie lässt sich das Potenzial zukünftiger Arbeitskräfte besser nutzen?

Eine der Sessions widmete sich dem Thema “How to unlock the full potential of our future workforce” und wurde von Studiengangsleiterin des Bachelorstudiengangs “Design of Digital Products” Mag.a Dr.in Martina Gaisch geleitet. Gemeinsam mit den beiden eingeladenen Studentinnen Júlia
Kiss und Neysi Rivera Escobar brachte sie unterschiedliche Perspektiven auf die Zukunft der Arbeitswelt ein.

Obwohl Frauen einen großen Anteil der Hochschulabsolvent*innen ausmachen und Österreich bei der Gründung von Start-ups durch Frauen im europäischen Vergleich eine Vorreiterrole einnimmt, sind sie in Führungspositionen weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Die Session griff diese Diskrepanz auf und beleuchtete, wie vorhandene Kompetenzen besser genutzt und Barrieren im Berufsleben abgebaut werden können. Die Sichtbarkeit unterschiedlicher Karrierewege können Perspektiven eröffnen, Mut machen und zeigen, wie vielfältig Wege vorallem in MINT-Berufe sein können.

Persönliche Erfahrungen internationaler Studierender

Júlia kam aus Ungarn nach Österreich und Neysi aus Nicaragua, und studierenheute beide Design of Digital Products am FH OÖ Campus Hagenberg. Als eingeladene Gäste erzählten sie bei der Session von ihren persönlichen Erfahrungen als internationale Studierende und den Herausforderungen, die mit dem Ankommen in einem neuen Land verbunden sein können. Sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie der Aufbau eines neuen sozialen Umfelds prägen diesen Prozess. Ihre unterschiedlichen Lebenswege zeigten, wie wichtig Offenheit und Unterstützung sind, um internationale Studierende willkommen zu heißen und ihnen das Gefühl zu geben, dazuzugehören.

Internationale Fachkräfte zu gewinnen, bedeutet schließlich mehr, als Menschen für einen Arbeitsplatz zu begeistern. Ebenso wichtig sind Rahmenbedingungen, die es ihnen ermöglichen, sich einzuleben, Kontakte aufzubauen und langfristig Teil der Gesellschaft zu werden. Das Wirtschaftsprogramm greift diesen Gedanken im Schwerpunkt “Future Skills, Fachkräfte & Internationalisierung” auf.

Weitere Informationen

Das gesamte Wirtschaftsprogramm der Stadt Linz und seine verschiedenen Schwerpunkte finden Sie unter:
https://wirtschaft.linz.at/de/programm/agenda/