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Technik

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Susanne Werdnik

Sicherheitsfachkraft, GMP Compliance Specialist

Eine Vielzahl an beruflichen und persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten – so beschreibt Susanne den MINT-Bereich.

Als begeisterte Natruwissenschaftlerin und Technikerin ist MINT ihrer Erfahrung nach keine Männerdomäne. Für sie geht es viel mehr um das Interesse am Berufsfeld, denn mit entsprechendem Interesse kann man alle Herausforderungen schaffen.

Im Interview spricht sie darüber, wie wichtig es ist, dass man den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben folgt, dass Arbeit Spaß macht, dass man sich damit identifizieren kann und man auch jederzeit nach Hilfe fragen darf und vor allem auch soll.

Ausbildung

Biotechnische Verfahren mit Schwerpunkt Bioanalytik und Monitoring

Beruf

Sicherheitsfachkraft, GMP Compliance Specialist bei Starlim und Sterner

Hobbies

Gartenarbeit, Motorradfahren, Reiten

Was bedeutet MINT für dich?

Ich habe mich schon immer für naturwissenschaftliche und technische Themen interessiert und intuitiv meine schulische Ausbildung in einem naturwissenschaftlichen Zweig gewählt. Diese Ausbildung war eine gute Basis für mein späteres Studium „Biotechnische Verfahren“ mit der Studienrichtung „Bioanalytik und Monitoring“. Meine ersten beruflichen Erfahrungen im Bereich der Medizintechnik durfte ich bei der Entwicklung und späteren Produktion von Drogen-, Krebs- und Sepsistests sammeln.

Nach einigen Jahren habe ich aus dem Laborbereich ins Qualitätsmanagement eines Industrieunternehmens gewechselt und mir standen auch hier Tür und Tor offen, um Fragen zu stellen. Ich durfte unterschiedlichste Prozesse hinterfragen, habe viele freundliche und kompetente Menschen kennengelernt und konnte auf dem Gebiet der Prozessvalidierung und im Life Science Bereich arbeiten. Berufsbegleitend konnte ich die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft absolvieren und kann in beiden Tätigkeitsbereichen, also als Sicherheitsfachkraft und GMP Compliance Specialist im Medizintechnikbereich, arbeiten.

Aus diesem Grund würde ich sagen, dass MINT für mich eine Vielzahl an persönlichen und beruflichen Entwicklungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten bedeutet.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Ich hatte keine Bedenken, da ich gesehen habe, dass sich meine persönlichen Interessen und die Vielzahl an möglichen Berufen gut decken, ich neugierig bin und meine persönlichen Eigenschaften im beruflichen Alltag gut einbringen und leben kann.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert? 

Naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen erscheinen auf den ersten Blick manchmal komplex, aufwendig oder schwierig und eine mögliche Lösung liegt nicht immer bereits auf der Hand. Wenn wir jedoch mit Interesse und einem offenen, lösungsorientierten Geist an Herausforderungen herantreten und uns im richtigen Moment auf Unterstützung und Hilfe verlassen können, können wir an komplexen oder schwierigen Herausforderungen wachsen und daraus lernen.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Mein Umfeld hat positiv auf meine Berufswahl reagiert. Ich kann mich an niemanden erinnern, der bei meiner Berufswahl überrascht war oder große Bedenken geäußert hat. Ich habe viel Unterstützung erfahren.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT Bereich? 

Der MINT-Bereich hat teilweise noch immer den Ruf eine sogenannte Männerdomäne zu sein, das kann ich jedoch nur bedingt bestätigen. Ich arbeite zwar mit mehr Männern als Frauen zusammen, kann aber nicht sagen, dass ich hier mit meinem „Frausein“ auf Widerstand stoße, wenn natürlich die fachliche Kompetenz und sachliche Art und Weise stimmen!

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Warum nicht? Mädchen und Buben, junge Männer und Frauen folgen auch heute teilweise bei der Berufswahl noch gesellschaftlich verankerten Geschlechterklischees und verteilen sich auf unterschiedliche Ausbildungswege und Berufe. Das ist in Ordnung, wenn das auch den persönlichen Interessen und Kompetenzen entspricht. Durch eine bewusste Auseinandersetzung mit Zahlen, Daten und Fakten und vor allem unter Berücksichtigung der persönlichen Neigungen und Fähigkeiten sollte jede und jeder seinen persönlichen Weg wählen. Ich würde allen raten, die sich für MINT-Themen interessieren, auch einen Beruf in dieser Richtung zu ergreifen, da Arbeit vor allem dann Spaß macht, wenn man sich mit dem, was man tut, identifizieren kann und mit Herz und Kopf bei der Arbeit ist.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Ich möchte allen, die sich für MINT-Berufe interessieren, Folgendes mitgeben: Lasst euch nicht abschrecken, seht Herausforderungen und keine Schwierigkeiten und falls ihr trotzdem an Grenzen stoßt, scheut euch nicht, Fragen zu stellen oder um Unterstützung zu bitten. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.

Foto einer Frau mit Motorrad

Stefanie Fuchs

Senior Manager – Global Technical Support Car Access

Innovation, Variation, Vielfalt und Flexibilität – so beschreibt Stefanie den MINT-Bereich. Für sie bedeutet der Begriff die Zukunft mitzugestalten, Revolution, aber auch Komfort. Durch die unterschiedlichen Zugänge wird es in diesem Bereich nie langweilig.

Als Senior Managerin legt Stefanie großes Augenmerk auf die Mitarbeiterführung. Für sie ist es wichtig, offen zu kommunizieren, gemeinsam Lösungen zu finden und als Team zusammenzuhalten.

Im Interview spricht sie mit uns darüber, welches Potential und welchen Wandel sie für Führungspositionen sieht, welche Aufgaben man als Teamlead hat und warum ein gutes Arbeitsklima in jedem Bereich wichtig ist.

Ausbildung

Informationstechnik und Systemmanagement
FH Salzburg

Beruf

Senior Manager – Global Technical Support Car Access bei Skidata

Hobbies

Motorrad fahren, Schwimmen, Dart, Freunde + soziale Kontakte

Was bedeutet MINT für dich?

Zukunft, Forschung, Weiterentwicklung, Komfort, Teil des täglichen Lebens.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Gar keine; ich habe mich selbst nicht gut genug gekannt, aber mein Vater hat mich gekannt und mir gesagt, was er für mich als richtig empfindet. Ich vertraue meinem Vater und bin seinen Empfehlungen gefolgt. Später war ich mir nicht mehr sicher, ob ich der „totale Technik Freak“ und somit gut genug bin. Aber ich habe gelernt, dass mittlerweile ohne Technik fast gar nichts mehr geht und man sich entsprechend weiterentwickeln und weiterhin von dem Gelernten profitieren kann.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert? 

  • Wertschätzung: Frauen vs. Männer
  • Gehör finden
  • Persönlich: Pubertät, Zwischenmenschliches – finde die richtige Grenze

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Ich kann mich gar nicht mehr so richtig an eine eindeutige Reaktion erinnern. Im Prinzip wollten immer alle nur, dass wir Kinder etwas lernen – was, war egal. Und da ich schon vor dieser Entscheidung viel mit Jungs unterwegs war, gab es auch da keine wirklichen Veränderungen. Natürlich wurde ich bei technischen Dingen schnell mal gefragt und um Hilfe gebeten. Ab und an hatte mein Umfeld auch kein wirkliches Grundverständnis, was ich denn genau mache und alles war „nur Computer“.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT Bereich? 

Die Vielfältigkeit und das breite Grundwissen; und dass irgendwann alle kleinen Cluster ein großes Ganzes ergeben. Und dennoch ist es nicht richtig oder falsch – es gibt so viele verschiedene Ansätze & Wege.

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Frauen und Männer sind vom Grundkonstrukt sehr verschieden. Sowohl im Sozialen aber auch vor allem in der Art und Weise, wie sie denken und arbeiten. Aus meiner Sicht ist ein Team am leistungsfähigsten, wenn sowohl Männer als auch Frauen ein Teil davon sind. Sie ergänzen sich sehr gut! Und da die Domäne sehr Männer-dominiert wird, gibt es hier noch viel Platz für uns Frauen und vor allem aber auch die entsprechenden „Gewinne“.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Keine „Angst“ vor den Männern und den Herausforderungen! Wenn du deine Interessen im MINT- Bereich hast, gehe deinen Weg! Du wirst merken, dass dies mehr als nur geschätzt wird! Es gibt zwar viele Herausforderungen, aber an denen können wir nur wachsen. Nur Mut!

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Sabrina Schauer

Lehrlingsaubsilderin

MINT, im speziellen der Bereich Technik, bedeutet für Sabrina laufend neue Ideen zu generieren, nach Lösungen zu suchen und sich selbst weiterzuentwickeln.

Bei der Gestaltung und Anfertigung von Prototypen, sprich Entwürfe für neue Produkte, kann sie ihre eigenen Ideen ins Unternehmen einbringen. Als Lehrlingsbeauftragte gibt sie dieses Wissen auch gerne weiter, begleitet und betreut die Lehrlinge in den Werkstätten und schult sie in unterschiedlichen Bereichen.

Wir sprechen mit Sabrina darüber, wie es ist, als erste Frau im Unternehmen Lehrlingsprüferin zu sein, was man als Lehrlingsausbildnerin macht und was ihr besonders an diesem Beruf gefällt.

Ausbildung

Lehre zur Baumaschinentechnikerin

Beruf

Lehrlingsausbildnerin bei Wacker Neuson Group

Hobbies

Familie und Reisen

Was bedeutet MINT für dich?

MINT bedeutet für mich: Ein Ausbildungsweg, der einem viele Chancen für die Zukunft ermöglicht.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Da ich vor Antritt meiner Lehre keinerlei Erfahrung im Bereich Technik hatte, waren hier meine Bedenken es schwer zu haben mit meinen Kollegen mithalten zu können. Doch solange man sich für das Thema interessiert, kann man alles lernen.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert? 

Ich sah meine Lehre als Herausforderung. Herausforderungen fand ich in meiner Ausbildung auch jeden Tag aufs Neue, es war jedoch vor allem interessant und spannend. Es war nie eintönig für mich und ich konnte unterschiedlichste Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen sammeln.

Auch nach meiner Lehre hieß es für mich, sich wieder neu zu beweisen. Ich arbeitete in der Schlosserei als Montagelinienbetreuerin. Das bedeutet, dass ich Fehler bzw. Reparaturarbeiten an den Maschinen in der Linie zu beheben hatte, aber auch Fehler, die von den Montagemitarbeitern gemacht wurden. Hier wurde ich oft von meinen männlichen Kollegen belächelt, wenn ich mit meiner Ausrüstung ankam. Aber auch hier fand ich Wege, mich zu beweisen und es dauerte nicht lange, bis es für die Männer nicht mehr so ungewöhnlich war.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Mein Lehrberuf war in meinem Umfeld noch sehr unbekannt, doch ich bekam von Anfang an Unterstützung diesen Weg zu gehen.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT Bereich? 

Mein größter ,,Aha-Moment“ war zu erkennen, dass auch nach abgeschlossener Lehre das Lernen erst so richtig beginnt. Das Fundament wurde dadurch gelegt und jetzt geht es daran, es weiter aufzubauen. Die Technik entwickelt sich stetig weiter und das bedarf es dranzubleiben.

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

In jedem Interessensbereich werden kluge Frauen benötigt. Lasst euch von der ,,Männerdomäne“ nicht einschüchtern und ihr werdet sehen, wie vielseitig, abwechslungsreich sowie zukunftsgerichtet eine MINT – Karriere sein kann.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Egal in welchem Bereich eure Stärken liegen, lohnt es sich über den Tellerrand zu blicken und in die Berufsgruppen der MINT – Bereiche reinzuschnuppern.

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Sarah Lachmayr

Assembling Specialist

Als gelernte Prozesstechnikerin und Assembling Specialist zeichnet sich für Sarah das Schöne an der Technik unter anderem dadurch aus, dass es viele Wege und Berufsfelder in diesem Bereich gibt und man somit nicht festgefahren ist. Die praktische Arbeit und die Möglichkeit am Girl’s Day und auch in der Ausbildung in unterschiedliche Bereiche zu schnuppern und Neues auszuprobieren, waren für ihre Entscheidung, in der Technik Fuß zu fassen, ausschlaggebend.

Wie eine Lehre zur Prozesstechnikerin aufgebaut ist, was ihr besonders gefallen hat, wie ihr Arbeitsalltag im aktuellen Beruf aussieht und wer sie auf ihrem Weg besonders unterstützt hat, darüber spricht Sarah im Interview.

Ausbildung

Lehre zur Prozesstechnikerin bei voestalpine AG

Beruf

Assembling Specialist bei KEBA

Hobbies

Lesen, Zocken, Wandern

Was bedeutet MINT für dich?

MINT bedeutet für mich, die eigene kreative Art und das eigene Wissen aktiv in den Beruf einbringen zu können.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Ich hatte keine Bedenken, ich wollte machen, auf was ich Lust hatte.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert? 

Sich in einer Männerdomäne zu behaupten ist wohl die größte Herausforderung.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Mein privates Umfeld hat gemischt reagiert.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT Bereich? 

Als ich das erste Mal in einem technischen Bereich schnuppern durfte und mir all die beruflichen Möglichkeiten bewusst wurden.

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Um die gesellschaftliche Sicht auf Frauen und ihre Rollen endgültig beiseite zu kehren und so auch anderen Frauen den Weg in die Technik zu erleichtern.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Man sollte sich nicht von gesellschaftlichen Sichtweisen beeinflussen lassen, sondern der Tätigkeit nachgehen, die einem am meisten zusagt.

Ein Foto einer Frau, die in die Kamera lächelt

Sarah Hamberger

Bereich Umwelt und Chemie

Gerade in den Bereichen Energie und Umwelt gibt es aktuell sehr viel Bewegung, wodurch ein Beruf in diesen Bereichen nicht langweilig wird und auch die Arbeitstage immer abwechslungsreich sind.

Als Zuständige für umweltrelevante Themen der Kraftwerke der LinzAG sorgt Sarah für die Einhaltung der Richtlinien und die ständige Weiterentwicklung. Ein gutes Verständnis hinsichtlich der technischen und chemischen Funktionsweisen des Anlagenparks, ein Überblick über relevante Daten sowie juristische Kenntnisse zu umweltrelevanten Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien sind in diesem Bereich wesentlich.

Was Sarah am MINT-Bereich schätzt und was für sie an dieser Branche besonders attraktiv ist, erzählt sie im Interview.

Ausbildung

Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement
FH JOANNEUM

Regenerative Energiesysteme & technisches Energiemanagment
FH Wiener Neustadt

Beruf

Bereich Umwelt und Chemie bei der LinzAG

Hobbies

Reisen, Zeit in der Natur, Backen, kreative Tätigkeiten wie z.B. das Nähen von Kleidung

Was bedeutet MINT für dich?

MINT ist ein spannendes und abwechslungreiches Themenfeld mit Blick in die Zukunft und der Frage, wie geht es bzw. kann es besser gehen. Es ist auch ein Themenfeld, das sich laufend weiterentwickelt, das nie langweilig wird, bei dem es immer Neues zu entdecken und lernen gibt.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Obwohl mich bereits in der Schule naturwissenschaftliche und technische Fächer interessiert haben, wie z.B. technisches Werken oder Mathematik, hatte ich Bedenken, ob ich mein technisches Studium schaffen würde und ob ich alles erlernen kann.

Die Möglichkeit, die Energie-Zukunft mitgestalten zu können, motivierte mich und ich schob meine Bedenken rasch beiseite. Zu dem Bedenken, ob ein technisches Studium auch ohne Vorkenntnis machbar ist, kann ich mittlerweile sagen: ja, ist es.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert? 

Das erste Semester meines technischen Studiums war das herausfordernste. Da ich keine technischen Vorkenntnisse hatte, musste ich erst in dieses Thema reinkommen. Beispielsweise bei der Vorlesung Elektrische Maschinen stellte sich mir die Mathematik-Komponente weniger schwierig dar, da war ich in der Schule bereits gut und konnte Lücken schnell nachholen. Wenn es allerdings um mechanisches Verständnis ging, sah die Sache schon wieder anders aus, hier fehlte mir jegliches Vorwissen. Allerdings erhielten meine Studienkolleginnen und ich tolle Unterstützung von unseren Studienkollegen mit Vorkenntnissen. Auch im Berufsalltag besteht ein gutes Zusammenarbeiten, sodass jeder seine Stärken einsetzten kann. Ich kann beispielsweise gut unterschiedliche Sichtweisen zusammenfügen und daraus abgeleitete Problemstellungen rasch begreifen, um Lösungen zu finden.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Positiv. Meine Mutter schlug mir mit 14 bereits vor eine HTL zu besuchen, damals traute ich mir dies noch nicht zu, mit 19 wagte ich dann ein technisches Studium an der FH Joanneum, Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement.

Bei der Wahl meines Studiums ließen mir meine Eltern die freie Wahl und mischten sich nicht wirklich ein. Sie sind stolz darauf, dass ich etwas gefunden habe, das mir Spaß macht, vor allem, da die Schulzeit nicht immer einfach war.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT-Bereich? 

Wie vielfältig MINT sein kann und welche unterschiedlichen Fähigkeiten hier gefragt sind, von detaillierter Tüftelarbeit bis hin zur Kommunikation, um technische Themen an die Frau und den Mann bringen zu können. Mit Neugierde und Interesse findet sich wahrscheinlich für fast jede Person ein berufliches Themenfeld.

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Gute Jobaussichten, abwechslungsreicher Berufsalltag, die Möglichkeit, die Zukunft mitzugestalten. Weiters sollten wir den niedrigen Frauenanteil steigern, da unterschiedliche Sichtweisen helfen, Lösungen für Probleme zu optimieren.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Technik muss nicht heißten, dass man nur komplizierte mathematische Aufgaben löst oder jeden Tag schmutzig nach Hause kommt. Keine Scheu vor der Herausforderung im Sinne des Sprichwortes „Den Mutigen gehört die Welt.“

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Sandra Meir

Konstrukteurin Schwerpunkt Werkzeugbautechnik

Was alles hinter der Technik steckt, wie einzelne Elemente zusammenspielen und wie verschiedene Technologien funktionieren, hat Sandra schon immer fasziniert. Der Weg in die Technikbranche war für sie daher bereits sehr früh klar.

Im Interview erzählt sie uns, wie es ist, als Frau im MINT-Bereich auf Gegenwind zu stoßen, welche Herausforderungen es in einer Männerdomäne geben kann, wie man am besten damit umgeht und wie sie sich ihre Zukunft in der Arbeitswelt vorstellt. Zudem spricht sie darüber, wie wichtig es ist, Dinge auszuprobieren, um zu erkennen, ob sie einem gefallen oder nicht.

Ausbildung

Lehre zur Prozesstechnikerin und Konstrukteurin mit Schwerpunkt Werkzeugbautechnik

Beruf

Konstrukteurin mit Schwerpunkt Werkzeugbautechnik bei Starlim-Sterner

Hobbies

Eislaufen, Lesen, Nintendo Switch Spielen, Zeichnen, Fotografieren

Was bedeutet MINT für dich?

MINT bedeutet für mich eine Ausbildung in einem der folgenden Bereiche: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik Allgemein.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Ich hatte Angst, dass ich mit meinen männlichen Kollegen nicht mithalten kann, was jedoch zum Glück nicht der Fall war. Es war sogar so, dass ich von diesen um Hilfe gefragt wurde.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert? 

Ich musste mich leider nicht nur einmal gegen meine männlichen Kollgegen durchsetzen. Als Frau wird man leider nicht immer ernst genommen.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Meinem privaten Umfeld war es egal. Ich sehe nichts Falsches daran, als Frau in die Technik einzusteigen.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT Bereich? 

Mein größter „Aha-Moment“ war, als ich in meiner Lehrzeit einen Diesel-Motor komplett auseinander nehmen durfte und wieder zusammensetzen. Das war der Zeitpunkt, als ich realisierte, wie ein Motor wirklich funktioniert.

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Weil ich finde, dass Frauen mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser geeignet sind für MINT-Berufe als Männer. Frauen haben meiner Sicht nach oft mehr Feingefühl, was bei solchen Berufen von Vorteil ist.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Ich würde jeder Frau raten, welche noch keine Ahnung hat, in welche Richtung sie später mal gehen will, sich einen solchen Beruf einmal anzusehen. Es heißt ja noch lange nicht, dass man dann wirklich einen solchen Beruf ergreift. Lasst euch nicht vom typischen „Rollenklischee“ leiten, sondern trefft eure eigenen Entscheidungen.

Foto einer Frau mit langen Haaren

Melissa Neulinger

Werkzeugbautechnik und Kunststoffformgebung

Ein Beruf hat kein Geschlecht, davon ist Melissa überzeugt. Jede*r sollte das machen, was ihm*ihr Spaß macht und wo die eigene Leidenschaft zu finden ist. Daher ist der MINT-Bereich besonders spannend, denn in der Vielfalt der Möglichkeiten ist für jede*n etwas dabei.

Für Melissa ist es wichtig, immer wieder unterschiedliche Richtungen und Bereiche auszuprobieren. So erkannte sie auch beim Schnuppern im Friseurberuf schnell, dass sie sich eigentlich mehr für die Technik interessierte. Im Gespräch erzählt uns Melissa, wie sie zu ihrer Ausbildung gekommen ist, welche Bedenken sie zu Beginn hatte und was ihr an ihrer Arbeit besonders Spaß macht.

Ausbildung

Doppellehre Werkzeugbautechnik und Kunststoffformgebung

Beruf

Werkzeugbautechnikerin und Kunststoffformgebung bei Starlim-Sterner

Hobbies

Backen, Freunde treffen

Was bedeutet MINT für dich?

Der MINT-Bereich ist sehr flächendeckend in der Berufswelt. Er bringt viele spannende Berufe mit sich und kann in bestimmt jedem etwas Interesse wecken.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Bedenken an sich hatte ich keine. Natürlich war ich wie bei jedem Neuanfang nervös, aber ich bin dennoch mit einem gutem Gefühl in die neue Richtung gestartet.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert? 

Es waren viele neue Sachen zu lernen, und alles zu verstehen war anfangs auch noch eine Herausforderung.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Sehr positiv. Sie haben sich sehr für mich gefreut.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT Bereich? 

Als ich bemerkt habe, dass es in der Technik nicht nur um Kraft geht.

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Ein Beruf hat kein Geschlecht und sollte sowohl von Frauen als auch von Männern ohne Bedenken durchgeführt werden können. Ich denke, dass viele Frauen sich für einen Beruf im MINT-Bereich entscheiden würden, wenn sie mehr darüber wüssten.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Macht das, was euch Spaß macht und wofür euer Interesse geweckt wurde. Schaut euch den MINT-Bereich an und vielleicht ist ja etwas für euch dabei.

Eine Nahaufnahme einer jungen Frau in einem blauen Hemd

Lisa Traxinger

Konstrukteurin in der Entwicklung für Spritzgussformen

Bereits als Kind sehr interessiert an Technik, schraubte Lisa mit ihrem Vater an Motorrädern herum. Die Faszination Technik und die laufenden Innovationen waren es dann auch, die sie zur Ausbildung zur Konstrukteurin bewegten.

Dass Stereotype aufgebrochen werden müssen, davon ist Lisa überzeugt. Ihrer Meinung nach ist es ein Klischee, dass Frauen schwach sind und nur „weibliche“ Berufe ausüben können, denn gerade der MINT-Bereich ist für Frauen gut geeignet.

Was hinter der Lehre zur Konstrukteurin steckt, wie die Zusammenarbeit mir ihren männlichen Kollegen ist und was ihr besonders an ihrer Arbeit gefällt, darüber sprechen wir im Interview.

Ausbildung / Beruf

Lehre zur Konstrukteurin in der Entwicklung für Spritzgussformen

Beruf

Konstrukteurin bei Starlim-Sterner

Hobbies

Reisen, Musizieren, Freunde treffen, Technik, Autos und Motorsport

Was bedeutet MINT für dich?

MINT bedeutet für mich, dass wir uns von alten Sitten, wo Frauen noch wenig bis gar nicht in der Technik vertreten waren, entfernen und sich immer mehr, vor allem junge Damen, für die Technik interessieren.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Bedenken hatte ich eher keine, mehr Respekt vor dem Neuem.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert?

Anfangs kommen viele neue Begriffe auf einen zu. Das kann in der Theorie schon mal ziemlich anspruchsvoll sein. Hat man aber dann einen praktischen Bezug dazu, erleichtert das so einiges.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Aus meinem privaten Umfeld habe ich überwiegend positive Rückmeldungen und Unterstützung bekommen. Natürlich bin ich auch auf ein paar skeptische Reaktionen gestoßen, aber jeder, der mich wirklich kennt, weiß, dass Technik einen großen Teil meiner Interessen abdeckt und das schon von Kindheit an.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT Bereich? 

Als ich dann von der Schule (HTL) wirklich in die Wirtschaft gekommen bin. Den größten „Aha-Moment“ hatte ich, als ich mal den echten Unterschied bzw. Zusammenhang gesehen habe zwischen Theorie und Praxis bzw. zwischen Theorie und der „wirklichen Arbeit“.

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Prinzipiell muss jeder selbst entscheiden, wo seine Interessen ihn hinbringen. Einen MINT-Beruf zu ergreifen, nur weil es gerade immer mehr junge Damen in diese Richtung zieht, macht in meinen Augen keinen Sinn. Einen solchen Beruf sollte man dann ergreifen, wenn man sieht, dass einen die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und/oder Technik wirklich interessiert. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass es für viele in den Bereichen der MINT-Berufe etwas Interessantes gibt, da sie so einen großen Bereich an Interessen und Möglichkeiten bieten und abdecken. Ich persönlich kann mir auch vorstellen, dass viele Frauen bzw. junge Damen gar nicht von ihrem MINT-Interesse wissen, da sie noch nie die Möglichkeit hatten, dies auzutesten,oder besser gesagt, noch nie die Chance hatten, dass sie in einen solchen Beruf hineinschnuppern. Darum würde ich es allen empfehlen, die Initiative zu ergreifen und einfach mal, egal ob bei Messen, Ausstellungen, Tag der offenen Tür, auf Youtube, Social Media, etc.., hinzugehen oder es anzuklicken und sich bewusst mit diesem Thema auseinandersetzen. Gerade dann werden viele unentschlossene Damen bestimmt eine für sie passende und interessante Arbeitsstelle/Weiterbildungsmöglichkeit oder Ähnliches finden.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Traut`s euch!
Wer einen Beruf im MINT-Bereich wählt, wählt einen sicheren und abwechslungsreichen Job, welcher auch für die Zukunft die besten Voraussetzungen bietet.

Foto einer Frau, die in die Kamera lächelt

Bettina Zimoek

Zerspanungstechnikerin

Der laufende Fortschritt in der Technik und die Möglichkeit, sich selbst immer weiterzuentwickeln, sind Punkte, die diesen Bereich für Bettina spannend machen.

In ihrer Ausbildung zur Zerspanungstechnikerin schätzt sie es besonders, dass sie in viele verschiedene Bereiche schnuppern und vor allem auch eigenständig arbeiten kann. Auch die Wertschätzung der Ausbildner*innen schafft für Bettina zusätzliche Motivation. Wie sie auf den Lehrberuf aufmerksam wurde, wie ihr Alltag als Lehrling aussieht, in welche Bereiche sie bereits geschnuppert hat und was ihr bisher am besten gefällt, erzählt uns Bettina im Gespräch.

Ausbildung

Lehre als Zerspanungstechnikerin

Beruf

Zerspanungstechnikerin bei Starlim-Sterner

Hobbies

Backen, PC spielen

Was bedeutet MINT für dich?

Es beschreibt vier wahnsinnig interessante Bereiche.

Welche Bedenken hast/hattest du dabei dich für eine MINT-Richtung zu entscheiden? 

Anfangs hatte ich Angst davor, dass ich das Wissen, welche andere vorher schon hatten, nicht nachlernen könne. Dies war natürlich absoluter Unsinn! Man kann alles lernen, wenn man sich dafür interessiert und/ oder genug Arbeit rein steckt und lernt.

Mit welchen Herausforderungen bist/warst du konfrontiert?

Anfangs fiel es mir sehr schwer, um Hilfe zu fragen, wenn mir etwas zu schwer war vom Gewicht.

Wie hat dein (privates) Umfeld auf deine Entscheidung reagiert?

Es war ihnen eigentlich komplett gleich. Mittlerweile sollte es nichts Besonderes oder Erstaunliches sein, wenn man sich als Mädchen für die Technik etc. interessiert.

Was war dein größter „Aha-Moment“ im MINT Bereich? 

Es wird sehr viel Rücksicht auf uns Mädchen genommen.

Warum sollten mehr Frauen einen MINT-Beruf ergreifen?

Wie oben schon erwähnt, sollte es nichts Außergewöhnliches mehr sein, wenn man sich als Mädchen für eher untypische Arbeitsbereiche interessiert. Jede*r sollte das machen, was einen interessiert und Spaß macht.

Was möchtest du den Mädchen/Frauen noch mit auf den Weg geben?

Zieh dein Ding durch! Lass dich nicht von anderen in eine Richtung lenken, schließlich musst du damit am längsten zurecht kommen.